Elektroautos lohnen sich für Privatkäufer nicht


Anschaffungs- und Unterhaltskosten trotz sinkender Batteriepreise zu hoch

Der elektrische Antrieb ist die Mobilität der Zukunft: Im Jahr 2020 sollen laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung Bain & Company bereits die Hälfte aller Neuwagen elektrifiziert sein – entweder als reines Elektroauto oder als Hybrid. Als Grund sieht das Unternehmen die sinkenden Preise für Batterien an. Die Preise lagen für Lithium-Ionen-Batterien noch Anfang 2009 bei rund 1.000 Euro pro Kilowattstunde Speichervermögen. Aktuell seien sie bereits auf 750 bis 850 Euro gesunken, sagte ein Sprecher von Peugeot gegenüber »kfz-betrieb«. Chinesische Unternehmen hätten bereits angedeutet, in Zukunft Lithium-Ionen-Batterien für nur 250 Euro pro Kilowattstunde fertigen zu können.

Kein nennenswerter Markt für private Elektrofahrzeuge
Trotz dieser Entwicklung rechnet Prof. Andreas Knie, Leiter der Projektgruppe Mobilität am Wissenschaftszentrum Berlin und Bereichsleiter für Intermodale Angebote und Geschäftsentwicklung der DB Fuhrparkgruppe, nicht damit, dass sich ein nennenswerter Privatmarkt für reine Elektrofahrzeuge bilden könnte. „Für ein Auto, das unter den jetzigen Umständen das Doppelte kostet und nur die Hälfte kann, hat der Privatkunde keine Verwendung“, sagte Prof. Knie gegenüber »kfz-betrieb«. Der Mobilitätsexperte sieht das E-Auto als reines Flottenfahrzeug, das sich für private Nutzer nur als Miet- oder Carsharing-Lösung rechnet.

„Sharing, das heißt kollektive Nutzung, ist das Gebot der Stunde. Ich sehe auf absehbare Zeit auch keinen privaten Markt für Elektrofahrzeuge. Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind so hoch, dass es ein typisches Sharingprodukt bleiben muss“, resümiert Knie.

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des »kfz-betrieb«.

»kfz-betrieb« ist das meistgelesene Fachmagazin im Kfz-Gewerbe und informiert seit 99 Jahren den automobilen Handel und Service. »kfz-betrieb« ist offizielles Organ des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), der berufsständischen Interessenvertretung für rund 39.000 Autohäuser und Werkstätten. Tagesaktuelle News aus der gesamten Kfz-Branche gibt es unter www.kfz-betrieb.de sowie im täglichen Newsletter. Das Stamm¬haus Vogel Business Media ist einer der führenden deutschen Fachinformations¬anbieter mit rund 100 Fachzeitschriften und 60 Webseiten sowie zahlreichen internationalen Aktivitäten. Hauptsitz ist Würzburg.

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