Würzburg, 21. Februar 2008
Die Systemzentralen der Werkstattketten bauen ihre Partnernetze weiter aus: Nach der Devise „eng binden und straff führen“ verfolgen sie ehrgeizige Ziele und erhöhen die Anforderungen an ihre Partnerbetriebe, um sie für den Mehrmarkenservice zu qualifizieren. Nach Schätzungen des Wochenjournals »kfz-betrieb« nutzen bereits rund 9.000 Unternehmen die Leistungen so genannter Fullservice-Systeme – Tendenz steigend. Doch längst gehören den Werkstattsystemen nicht nur markenunabhängige Kfz-Betriebe an. Auch immer mehr Vertragspartner der Automobilhersteller und Importeure haben den Mehrmarkenservice für sich entdeckt und schließen sich den Systemen der freien Teilelieferanten und Kooperationen an: Bereits 20 Prozent der insgesamt 530 ad-Auto-Dienst-Werkstätten sind autorisierte Fabrikatsbetriebe. Bei den 1.000 Autofit-Werkstätten sind es sogar 30 Prozent, die auch das Markenzeichen eines Automobilherstellers tragen. Dies berichtet das Fachjournal »kfz-betrieb« in seiner aktuellen Ausgabe 8 vom 21. Februar.
Kunden suchen preiswerte Alternativen
„Vor allem immer mehr Besitzer von älteren Fahrzeugen kehren den Vertragswerkstätten den Rücken und suchen nach preiswerten Alternativen bei den freien Werkstattsystemen“, weiß Helmut Wolk von der Wolk & Partner Car Consult GmbH. Die Aussage von Wolk belegt der DAT-Report 2007: Wenn die Fahrzeuge zwischen vier und sechs Jahre alt sind, wechselt ein Drittel der Kunden von den Vertragspartnern der Automobilhersteller zu den fabrikatsunabhängigen Betrieben. „Das steigende Fahrzeugalter und die längere Haltedauer der Fahrzeuge forciert die Verlagerung der Wartungs- und Reparaturarbeiten in den freien Servicemarkt“, erläutert Eckhard Brandenburg, Senior Consultant bei der BBE Unternehmensberatung in Köln.
Weniger markenunabhängige Betriebe
Marktbeobachter wie Wolk und Brandenburg analysieren auch die rückläufige Zahl der Marktteilnehmer. Waren es im Jahr 2000 noch rund 23.350 markenunabhängige Betriebe so werden es 2010 voraussichtlich nur noch 17.500 sein, prognostiziert die BBE. Ein Grund für den Rückgang sei der ungebrochene Trend zum Hightech-Auto, der von den Servicebetrieben Wartungs- und Reparaturarbeiten auf hohem technischen Niveau erfordere. „Vor allem viele kleine freie Werkstätten können die hohen Investitionen in teure Diagnosegeräte nicht mehr aufbringen und scheiden aus dem Markt aus“, vermutet Brandenburg. Es sei denn, sie nutzen die Leistungen und das Logo der Werkstattketten und qualifizieren sich für den Mehrmarkenservice.
»kfz-betrieb« ist eine Fachzeitschrift der Vogel Auto Medien, Würzburg. Das meistgelesene Fachmagazin im Kfz-Gewerbe informiert seit 97 Jahren den automobilen Handel und Service. »kfz-betrieb« ist offizielles Organ des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), der berufsständischen Interessenvertretung für über 40.000 Autohäuser und Werkstätten. Tagesaktuelle News aus der gesamten Kfz-Branche gibt es unter www.kfz-betrieb.de sowie im täglichen Newsletter.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Norbert Rubbel
Redaktion »kfz-betrieb«-Wochenjournal & Online
Ressort Service & Technik
Vogel Auto Medien GmbH & Co. KG
Max-Planck-Straße 7/9
97064 Würzburg
Tel. 0931 418-2634
Fax 0931 418-20 60
E-Mail:
norbert_rubbel@vogel-automedien.de